Bohrlochsondierung

Bei der Bohrlochsondierung wird heute nur noch mit Datenaufnahmegeräten und entsprechenden Auswerteprogrammen gearbeitet.

Ausgangspunkt für die Suche nach tief liegenden Störkörpern, meist Blindgänger britischer oder amerikanischer Abwurfmunition, sind Verdachtspunkte (Einschlagspunkte des Bombenkörpers) aus der Luftbildauswertung.

Bombenblindgänger liegen erfahrungsgemäß nicht am Einschlagspunkt. Sie haben sich in einer charakteristischen Bahn unter der Erde bewegt und liegen meist in einem Abstand von 6 - 10 m vom Einschlagspunkt und in einer Tiefe bis zu 10 m. Die Koordinaten dieser Punkte werden aus den Luftbildern ermittelt und im Gelände eingemessen. Dieser Verdachtspunkt ist auch gleichzeitig der Ort der ersten Bohrung des Bohrlochfeldes.

Um diesen Punkt wird ein Bohrlochraster gelegt, wobei die Bohrlöcher meist in der Reihe einen Abstand von 1,5 m besitzen. Der Reihenabstand beträgt 1,25 m und die Bohrlöcher in den Reihen sind zueinander versetzt.