Georadar

Das Georadar ist ein elektromagnetisches Impulsreflexionsverfahren (EMR).
 
Abb. 4: Prinzipschema des Georadars (aus Knödel et al., 1997)
 
Es nutzt kurze elektromagnetische Impulse, die von der Oberfläche in den Untergrund abgestrahlt und nach der Reflexion an Schichtgrenzen und Objekten oder der Streuung an Einlagerungen wieder empfangen werden. Dabei werden die Laufzeiten und Amplituden der elektrischen Feldstärke dieser Impulse aufgezeichnet. Reflexionen und Diffraktionen elektromagnetischer Wellen entstehen, wenn im Untergrund stärkere Kontraste in den elektrischen Materialeigenschaften auftreten. Dies betrifft Änderungen der Dielektrizitätskonstanten und der Leitfähigkeit. Die Dielektrizitätskonstante bestimmt die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Radarwellen im Untergrund; die Leitfähigkeit die Dämpfung der Radarsignale.
 
Die Aussagekraft des Verfahrens hängt wesentlich von den geogenen Faktoren, der gewählten Methode und der Erfahrung und dem Ausbildungsstand des Messenden und Auswertenden ab.  In der Kampfmittelräumung kommt dieses Verfahren eher untergeordnet zum Einsatz.